real live jazz

real live jazz

Real Live Jazz zweimal monatlich sonntags um 19:00 im Filmhaus Köln

Maybachstraße 111, 50670 Köln

Eintritt: 15€

Tickets gibt's am Abend des Konzertes ab 18:00 an der Abendkasse.

Reservierungen gerne auch vorab per EMail an: xandra@real-live-jazz.de

 

 

arrow Februar/12 19:00
Filmhaus Köln
DEU Maybachstraße 111 50670 Köln

Tamara Lukasheva und Mathias Schriefl
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Von ganzem Herzen
Tamara Lukasheva und Mathias Schriefl kehren als Duo zu Real Live Jazz zurück.

Tamara Lukasheva ist eine grandiose Musikerin, Sängerin, Stimmkünstlerin. Sie in Köln zu haben, ihr zuzuhören in den unterschiedlichsten Formationen und stilistischen bzw. thematischen Zusammenhängen, ist ein Geschenk für jede Zuhörerin und jeden Zuhörer. Es sind magische Augenblicke, wenn sie in jedem Augenblick eines Konzerts genau dort und nirgendwohin sonst auf der Welt ist – und doch immer auch eine ukrainische Künstlerin bleibt, die sich mit aller Kraft und Energie, mit Mut und Zuversicht für ihre Heimat im Krieg engagiert. Für ein Konzert 2022 im Rahmen der Cologne Jazzweek holte sie das INSO Symphony Orchestra Lviv nach Köln, es wurde ein berührendes Ereignis mit feinsinnigen, mitunter zerbrechlich zarten Kompositionen, empathischer Interaktionen und einer oft von Innen strahlenden Stimmung. Mit berückender Zuwendung entstand weniger ein politischer als eher ein künstlerischer Gegenentwurf zum Leben mit dem Ukraine-Krieg.

Vor zehn Jahren kam die 1988 in Odessa geborene Sängerin und Pianistin, Komponistin und Arrangeurin nach Köln. In ihrer Geburtsstadt hatte sie schon als 15-Jährige am Konservatorium studiert, war als Sopranistin in Opernhäusern aufgetreten und spielte in Ensembles vom Duo bis zur Big Band. In Köln ging sie an die Hochschule für Musik und Tanz, gründete mit Sebastian Scobel (Klavier), Jakob Kühnemann (Bass) und Dominik Mahning (Schlagzeug) ein Quartett und konzipierte ihr Master-Konzert 2018 nicht nur solistisch, sondern auch in intensiven Zwiesprachen jeweils mit Dominik Mahning, Marina Sobyanina (Klavier) und Matthias Schriefl.

Immer häufiger tritt Tamara Lukasheva inzwischen auch als Solokünstlerin auf, sich selbst begleitend am Klavier. Ihr Solo-Konzert im Filmhaus gehörte zu den Höhepunkten der Real Live-Konzerte in 2022. Furios zog sie alle Register ihrer Kunst, sang nicht nur, modulierte vielmehr immer wieder  ihre Stimme, flüsterte, klagte, jubilierte, improvisierte, wie es sich für Jazz gehört, und sprengte im nächsten Moment alle Musikkategorien und verdichtete klanglich ein tiefes Lebensgefühl. „Ich will mich nirgendwo beschränken“, sagt sie. „Fast überall im Leben kann ich Kompromisse machen, nicht aber in der Musik. Diese Freiheit ist existenziell, wobei sie natürlich auch Verantwortung bedeutet.“

Mit Matthias Schriefl kehrt Tamara Lukasheva zu Real Live Jazz zurück. Beide bildeten schon früh das Duo „Matria“, und wie ihre betörend schöne, mitunter jauchzende und gar jodelnde Stimme mit Schriefls Trompete, Posaune, Tuba oder Alphorn dialogisierte, war damals schon ein Meisterstück: Grenzen überspringende Heimatklänge mit Wurzeln in den Alpen sowie in der Ukraine, emphatisch vorgetragen „von ganzem Herzen“, wie Tamara Lukasheva im Stück „In den Bergen“ singt.

Tamara Lukasheva Stimme, Gesang, Keyboards
Matthias Schriefl Trompete, Gesang, u.a.m.

arrow Februar/26 19:00
Filmhaus Köln
DEU Maybachstraße 111 50670 Köln

Of Cabbages and Kings
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Das „Neo-A-Cappella“-Quartett „Of Cabbages and Kings“ - Ensemble und Individualität

Das Klangerlebnis ist überwältigend: Vier herausragende Sängerinnen, bestens ausgebildet in Wien, Boston, Berlin, Kopenhagen und Köln, verbinden ihre Stimmen zu einem zeitgenössischen Vokalensemble der ganz besonderen Art: „Of Cabbages and Kings“. Die Vokalistinnen und Komponistinnen Laura Totenhagen, Veronika Morscher, Rebekka Salomea und Zola Mennenöh singen im A-Capella-Quartett gemeinsam und auf Augenhöhe, getragen von gegenseitigem Respekt und Zuneigung, mal polyfon, mal homofon, mal melodiebetont, mal perkussiv, nuancenreich, fragil und doch stets wie aus einem Guss. Das Zusammenspiel von Ensemble und Individualität hat etwas Magisches.

Die Wirkung ist umso beeindruckender, weil „Of Cabbages and Kings“ (der Name entstand in Anlehnung an das Gedicht „The Walrus and the Carpenter“ von Lewis Carroll) mit frappant unangestrengter Leichtigkeit daherkommt. Längst verfolgen die vier entdecker- und risikofreudigen Sängerinnen ihre eigenen Karrieren, sind erfolgreich sowohl mit vorzüglichen Konzerten als auch mit herausragenden Alben. Was sie in der Konstellation „Of Cabbages and Kings“ miteinander verbindet, ist ihre singuläre Art, Musik ins Verhältnis zu Liedtexten, Lyrik und Poesie zu setzen. Ob Shakespeare-Sonette, Cover-Versionen von Laura Mvula und Hanne Hukkelberg oder Arrangements nach Bert Brecht: Die wunderbaren Stücke auf ihrer CD „Aura“ (2018) lassen sich mit „New Vocal Jazz“ nur bedingt fassen, weshalb die Sängerinnen den Begriff „Neo-A-Capella“ wählten. Idealtypisch ist ihre Vertonung des Gedichts „Rezept“ von Mascha Kaléko (1907-1975), in dem es heißt: „Sei klug und halte dich an Wunder. Sie sind lang schon verzeichnet im großen Plan.“

Aktuell entwickeln die vier Vokalistinnen neue Musik für ihre zweite Veröffentlichung als „Of Cabbages and Kings“, für die sie die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation, Liedern und klanglichen Texturen der menschlichen Stimme erkunden. Seit 2020 ist das Ensemble Empfänger der Ensembleförderung NRW. „Of Cabbages And Kings” ist in Köln beheimatet und tourt international.

Laura Totenhagen voice 
Veronika Morscher voice 

Rebekka Salomea – Stimme und Gesang
Zola Mennenöh – Stimme und Gesang


arrow März/05 19:00
Filmhaus Köln
DEU Maybachstraße 111 50670 Köln

KOI Trio

Das Koi Trio gibt es nun schon seit 13 Jahren. Kontrabassist Matthias Akeo Nowak gründete es 2010 zusammen mit Riaz Khabirpour und Oliver Rehmann als markante, profilstarke Kontrabass-Gitarre-Schlagwerk-Formation, geprägt durch die „charakteristische Melange aus strukturierenden, teils rockig wirkenden Beats und freier Improvisation“ (Jazzpodium). Irgendwann wurde dann aus dem Trio ein attraktives Quintett (mit Sebastian Gille und Reinhard Böhm), später sogar ein zu Recht vielfach gelobtes Septett mit einem furiosen, polyphon virtuos verdichteten Sound (mit Shannon Barnett, Simon Seidel, Matthew Halpin und Stefan Karl Schmid).

So eindrucksvoll und spannend diese Koi-Entwicklungen auch sind, so schön ist, zwischendurch immer mal wieder zu den Ursprüngen zurückzukommen: zum Koi Trio! Nun ist es wieder so weit: Bei Real Live Jazz im Filmhaus spielt das Trio überwiegend eigene Kompositionen, über die intensiv, dicht und gruppenaktiv improvisiert wird. Dabei gibt es die einen oder anderen Rock-Einflüsse, komplexe serielle Strukturen und improvisationsoffenes Material als die Ausgangspunkte für eine „zeitlos-zeitgemäße“ Musik, gemäß dem Koi-Credo: gemeinsam experimentieren, dem Gegensätzlichen Raum geben, komplementäre Verknüpfungen bilden, ohne dabei die Jazztradition aus den Augen zu verlieren.

Übrigens: Das Wörtchen KOI, das ursprünglich den edlen und oftmals sehr teuren Zuchtkarpfen aus Japan bezeichnet, hat für Nowak aber noch eine weitere, eine profanere Bedeutung: „Khabirpour, Oli und Ich“. Womit er augenzwinkernd deutlich macht, dass sich in seinem KOI Trio eben auch drei Freunde musikalisch auf Augenhöhe begegnen.

Riaz Khabirpour guitar 
Matthias Akeo Nowak bass 
Oliver Rehmann drums 

arrow März/26 19:00
Filmhaus Köln
DEU Maybachstraße 111 50670 Köln

Cologne Jazz Quartett

Hinter dem schlichten Ensemble-Namen funkelt feinster Straight Ahead Jazz! Malte Dürrschnabel, Billy Test, Henning Gailing und Paul Höchstädter gründeten ihre vitale Working Band während der Corona-Zeit und nutzten die leidigen Beschränkungen im Konzertbetrieb zur steten Vertiefung und Verfeinerung ihres Gruppensounds. Nun beleben sie unvergängliche Standards aus dem „Great American Song Book“ sowie weitere Jazz-Klassiker mit spürbarer Begeisterung, viel Zuneigung und noch mehr Intelligenz. Als die Summe daraus resultiert inspirierende Spielfreude, mit der sie die vertrackten Harmonien von Billy Strayhorn feiern, George Gershwin oder Cole Porter zelebrieren und deren Standards zum Ausgangspunkt für hochmelodische Improvisationen nehmen.

Malte Dürrschnabel präsentierte Billy Strayhorn bereits 2014 mit seinem ersten Album unter eigenem Namen. Billy Test trat 2018 in die Fußstapfen legendärer Pianisten wie Bora Rokovic und Frank Chastenier und beflügelt nun die WDR Big Band ähnlich souverän. Hernning Geiling studierte bei John Goldsby und Dieter Manderscheid und beweist seit langem im Trio von Martin Sasse sein melodisches Feingefühl. Nicht minder Big-Band-geschult ist Paul Höchstädter, vor allem als Schlagzeuger der HR Big Band. Gemeinsam und stets respektvoll auf Augenhöhe lassen die vier Musiker nun die harmonische und rhythmische Substanz der Klassiker erstrahlen und nutzen deren kunstfertige Substanz für allerfeinsten Modern Jazz. Um es mit Cole Porter zu sagen: „Anything Goes!“.

Malte Dürrschnabel alto saxophone 
Henning Gailing bass 

Billy Test - piano
Paul Hochstädter - drums


arrow April/23 19:00
Filmhaus Köln
DEU Maybachstraße 111 50670 Köln

Benedikt Hesse Trio
arrow Mai/07 19:00
Filmhaus Köln
DEU Maybachstraße 111 50670 Köln

Gerd Neidhart solo
arrow Mai/21 19:00
Filmhaus Köln
DEU Maybachstraße 111 50670 Köln

Radius

CD Release Konzert


arrow Juni/18 19:00
Filmhaus Köln
DEU Maybachstraße 111 50670 Köln

Hindol Deb Quartett
arrow Oktober/08 19:00
Filmhaus Köln
DEU Maybachstraße 111 50670 Köln

BÖRT
arrow Dezember/03 19:00
Filmhaus Köln
DEU Maybachstraße 111 50670 Köln

Jubiläumskonzert
arrow Dezember/17 19:00
Filmhaus Köln
DEU Maybachstraße 111 50670 Köln

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