real live jazz

real live jazz

Real Live Jazz zweimal monatlich sonntags um 19:00 im Filmhaus Köln

Maybachstraße 111, 50670 Köln

Eintritt: 15€

Tickets gibt's am Abend des Konzertes ab 18:00 an der Abendkasse.

Reservierungen gerne auch vorab per EMail an: xandra@real-live-jazz.de

 

 

arrow Dezember/04 19:00
Filmhaus Köln
DEU Maybachstraße 111 50670 Köln

Hans Lüdemann TRIO IVORE
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Im TRIO IVOIRE verbinden sich der Erfindungsgeist zweier deutscher Improvisatoren und eines Klang Poeten von der Elfenbeinküste: Hier geht es um die reine Lust am Spiel, die sich frei über Traditionen und Kontinente erstreckt. Pianist Hans Lüdemann, der zuvor bereits mit Jan Garbarek, Paul Bley, Heinz Sauer und Marc Ducret zusammengearbeitet hatte, traf 1999 auf einer Solotournee in Westafrika den Balaphon-Virtuosen Aly Keita. Noch im gleichen Jahr gründeten sie das perkussive Trio, ursprünglich mit Steve Argüelles am Schlagzeug - seit 2013 mit Christian Thomé. Im TRIO IVOIRE verschmelzen persönliche Wurzeln aus den Traditionen von Jazz, europäischer und afrikanischer Musik. Die Verbindung des
afrikanischen Balafons mit Klavier, Schlagzeug und Elektronik schafft einen zeitgenössischen Sound ohne Vergleich. Das hat weniger mit traditioneller Musik als damit zu tun, künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten in einer globalisierten Welt zu finden. Gemeinsam entsteht eine eigene Art von Musik jenseits der Klischees – ein lustvolles Spiel dreier außergewöhnlicher Musikerpersönlichkeiten zwischen Traditionen, Visionen und Experimenten.

Das Trio Ivoire ist seither international in Clubs, Konzertsälen und auf Festivals zu Gast und hat bisher 6 Alben veröffentlicht, zuletzt 2020 „Enchanted Forest“, einer Kombination mit dem Gesangstrio der Sängerinnen Tamara Lukasheva, Simin Tander und Amanda Becker. Zur Zeit arbeiten sie an einer neuen Trio-Produktion.

Hans Lüdemann piano 
Aly Keita Balafon
Christian Thomé drums 

arrow Dezember/18 19:00
Filmhaus Köln
DEU Maybachstraße 111 50670 Köln

Zuzana Leharová - ZANA MORANA
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Welch ein spannendes Trio, welch eine verheißungsvolle, aufs Schönste unberechenbare Begegnung dreier kreativer Freigeister! Zuzana Leharová holt die im Jazz in jüngster Zeit ein wenig vernachlässigte Geige zurück ins Zentrum, was sich dank ihrer Spielfreude und ihrem musikalischen Temperament nur zum Teil mit dem Begriff „Jazz“ etikettieren lässt. Als weltoffene Grenzgängerin erschöpft sich ihre Klangwelt nicht im zeitgenössischen, improvisierten Jazz, vielmehr kombiniert sie ihn mit etlichen Musikrichtungen und Musikstilen, greift auf die Folklore ihrer Heimat ebenso zurück wie auf zeitgenössische Einflüsse von Rock und Avantgarde. In jedem Fall, so stellte "JazzDayGermany" beeindruckt fest, stehe stets die Violine im Zentrum des Geschehens: „Mal melancholisch und verträumt, mal nervös, beißend und ekstatisch. Eine ungewohnte Spielweise, in ihrer Phrasierung manchmal einem Bläser ähnlich, die auch klare vibratolose Töne zulässt. Wandlungsfähig, experimentell, reich an Farben, filigran, dann wieder ein Spiel mit vollem erdigem Klang, aber auch rhythmisch perkussiv und explosiv.“

Zuzana Leharová wurde in der Slowakei geboren, studierte klassische Violine am Konservatorium in Innsbruck, absolvierte ein Jazzstudium am Conservatorium van Amsterdam, bevor sie nach Köln kam, um an der Hochschule für Musik und Tanz Jazzvioline zu studieren. Sie spielte in renommierten Jugendorchestern, als Substitut im Symphonieorchester Innsbruck, bereicherte diverse Bands, arbeitete für Musicals, fürs Theater und Fernsehen, ist gefragte Studiomusikerin, Komponistin, Arrangeurin und Gründerin eines brillanten Quartetts, das ihren Namen trägt. Dessen Debütalbum „Knochenmann“ ist ein kompaktes Meisterwerk, bei allen stilistischen Einflüssen und Bezugnahmen von bemerkenswerter Geschlossenheit.

Mit ZANA MORANA schlägt Zuzana Leharová nun eine weitere, schillernde Seite ihres künstlerischen Portfolios auf: mit einem Trio, in dem jeder gleichberechtigt ist, jeder seine jeweiligen Vorzüge, seine Temperamente, seine klanglichen und rhythmischen Vorlieben einbringt – und sich doch alles auf magische Weise zu einem kompakten, dichten Sound zusammenfindet. Da ist Andreas Wahl mit seinen reichen Möglichkeiten und Nuancen zwischen akustisch und elektrisch, zwischen Rock und Experiment, geerdetem Blues und lärmendem Metal – was er ebenso virtuos wie punktgenau zur rechten Zeit aufzurufen weiß. Ein Gitarrist, staunte das „Jazzpodium“, der „mit seinen akustischen und elektrischen Gitarren experimentiert, Effekte und Loops gekonnt in Szene setzt und von angenehmen Klängen bis hin zu metallischen Lärmwänden nichts auslässt.“ Und da ist Jo Beyer, Schlagzeuger voller Tatendrang, dynamisch groovend, antreibend und doch stets aufmerksam und kommunikativ. Über sein eigenes Quartett geriet „Jazzthetik“ ins Schwärmen: „Es ist ein Heavy-Metal-Hardrock-Freejazz-Experiment unter Starkstrom, ein schweißtreibender Sinnenrausch und ein exzessives Spiel mit der musikalischen Urgewalt."

Ob das alles reicht, um ZANA MORANA halbwegs angemessen zu beschreiben? Was auch immer geschieht, es wird in jedem Fall ein ereignisreicher, unbedingt lohnenswerter Abend.

Zuzana Leharová violine 
Jo Beyer drums 

Andreas Wahl - Guitar