real live jazz
arrow Januar/05 Sonntag 19:30 ABS
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Matthias Nadolny Quartett
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"Drei hinterm Berg"

Vier Freunde treffen sich zum lustvollen improvisieren: ruppig-elegant, ironisch-melancholisch, arktisch-karibisch, in rauschhafter Einsamkeit und lyrischem Chaos ...

Matthias Nadolny

Mit seinem wandlungsfähigen, stets identifizierbaren individuellen Ton und seiner melodischen Phantasie ist der Tenorsaxophonist Matthias Nadolny zu einer festen Größe in der deutschen Jazz Szene geworden.

Henning Berg


Henning Berg(* 1954) ist ein deutscher Jazzmusiker (Posaunist, Komponist) und Hochschullehrer. Berg war von 1982 bis 1996 Posaunist der WDR Big Band Köln. Er verließ die Band, um mehr Zeit für eigene Projekte in Jazz und improvisierter Musik zu haben.

Matthias Akeo Nowak


Matthias Akeo Nowak lebt zur Zeit in Köln, ist aktiver Teil der dortigen Jazzszene und spielt bei Triosence, Paragon, seiner eigenen Band Koi Trio, im Quartett des belgischen Saxofonisten Daniel Daemen, bei Eva Mayerhofer, Angelika Niescier und zahlreichen anderen Projekten.

Peter Weiss


Kritiker loben den Düsseldorfer Schlagzeuger für seine Klangästhetik, seine Dynamik und sein seismographisches Gefühl für den Solisten. Den Sound eher an Klangfarben denn an rhythmischer Virtuosität orientierend, geht es ihm immer um die Gestaltung und die Struktur der Musik.

Matthias Nadolny saxophone 
Henning Berg trombone 
Matthias Akeo Nowak bass 
Peter Weiss drums 

arrow Januar/12 Sonntag 19:30 ABS
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Kapelle 17
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Kapelle 17 hat sich in zwei gemeinsamen Jahren des Studiums an der Musikhochschule Mannheim gefunden. Jetzt leben und studieren die Bandmitglieder verteilt auf Köln, Berlin, Stuttgart und Mannheim, was die Vorfreude auf Wiedersehen bei Konzerten umso mehr wachsen lässt, Spirit und Zusammenspiel in der Musik mit neuer Energie beflügelt.

Das Programm besteht fast ausschließlich aus Eigenkompositionen, die Band spielt Modern Jazz und ist stark beeinflusst von Kurt Rosenwinkel und Brian Blade, Wayne Shorter und dem zweiten Miles Davis Quintett. Zu ihren Erfolgen darf die Band u.a. die Final-Teilnahme am internationalen "Jazz Contest Mechelen 2017" in Belgien zählen.

Musik bildet Freundschaften - Freundschaften beflügeln Musik;
Und weil sich mit und in dieser Band gute Freunde gefunden haben, die über ihr Dasein als Jazzstudenten hinaus viel Spaß miteinander haben, liegt es auf der Hand, dass wie im richtigen Leben auch ihre Musik durch Spielfreude, gemeinsame Ziele, Empathie und Energie geprägt ist.

Kein Wunder, denn ihr richtiges Leben besteht zum Großteil aus Musik, ihre leidenschaftliche Hingabe manifestiert sich in Rhythmen, Harmonien, Melodien, Improvisation und Interaktion - und führt letztendlich zu einer Darstellung der Charaktere von:

Jojo Mann guitar 
Benedikt Jäckle saxophone 
Paul Janoschka piano 
Jakob Obleser bass 
Jonas Kaltenbach drums 

arrow Januar/19
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Kein Jazz, wegen Loss mer singe im ABS

Los mer singe findet am Samstag, dem 18. Januar, statt. Am darauffolgendem Sonntag bleibt das ABS geschlossen. Kein Jazz!


arrow Januar/26 19:30 ABS
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Meatshell
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Mit einer gemeinsamen Neugier für die subtile Schönheit der Dinge kombiniert MEATSHELL traditionelle Songformen und unkonventionelle Instrumentaltechniken und betont die Kraft des Erzählens durch Klang. Die Musik, die von Elementen des Minimalismus, der Improvisation und des zeitgenössischen Jazz durchdrungen ist, ist roh und exponiert und bleibt dabei doch vollmundig und beständig - angetrieben vom Puls des menschlichen Herzschlags.

Andrew Saragossi saxophone 
Helen Svoboda bass/voice

arrow Februar/02 19:30 ABS
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Asere Quartet
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Das Asere Quartett. International besetzt und gegründet 2019 in Barcelona. Die erste Tour fand Ende 2019 in Katalonien statt. Jetzt ist das Quartett auf dem Weg nach Basel, Zürich, Frankfurt, Heidelberg, Duisburg, Köln, Dortmund und Düsseldorf.

Félix Rossy an der Trompete und Leandro Irraragorri am Piano vereint ein blindes Verständnis. Sie realisierten im ersten Moment des Zusammenspiels eine Seelenverwandtschaft. Mit dem Schlagzeuger Josep Cordobés und Calvin Lennig am Kontrabass, der vor zwei Jahren, wie auch Leandro Irraragorri, erstaunlich schnell in der Kölner Jazz Szene Fuß gefasst hat, finden Rossy und Irraragorri kongeniale Partner, um auf Augenhöhe ihrem Stil, filigran, extrem lebendig und mit einem natürlich atmendem Groove, den Feinschliff zu verpassen.

Das Asere Quartet auf Tour: 28.01. Damatti, Basel | 29.01. Kasheme, Zürich | 30.01. Mampf, Frankfurt | 31.01. Jazzhaus, Heidelberg | 01.02. Lokal Harmonie, Duisburg | 02.02. Real Live Jazz@ABS, Köln | 03.02. Domicil, Dortmund | 04.02. Jazzschmiede, Düsseldorf

Leandro Irarragorri piano 
Félix Rossy trumpet 
Calvin Lennig bass 
Josep Cordobés drums 

arrow Februar/09 19:30 ABS
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ABGESAGT - Frank Wunsch & Friends
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ABGESAGT - nur ein Orkan kann uns stoppen! Der freie Eintritt behält seine Gültigkeit!

Der Pianist Frank Wunsch sieht sich als begeisterter Lehrer. Studierende jeden Alters, ob Anfänger oder Fortgeschrittene, sind willkommen. Bandarbeit vom Duo bis zur Big Band ist ebenso eine Leidenschaft wie europaweite Improvisationsworkshops. Schlappe vierunddreißig Jahre war er Lehrbeauftragter für Jazz-Klavier und Fachdidaktik an der HfMT Köln, die letzten zehn Jahre, bis 2014, als Professor. Ein unter den Studierenden sehr beliebtes Angebot seinerseits waren die Duo-Workshops.

Nicht von ungefähr! Maßstabsetzende Duo Aufnahmen wie "Frank-Lee Speaking" mit Lee Konitz , der zeitweilig in Köln lebte, aus dem Jahr 1988, werden hoch gehandelt. Nach eigener Aussage war die Begegnung mit dem stilbildenden New Yorker Saxophonisten für Frank Wunsch prägend. Es entwickelte sich eine intensive Zusammenarbeit, meist im Duo, die bis 2008 andauerte. Ein Höhepunkt war sicherlich ihr Auftritt beim 29. Deutschen Jazzfestival in Frankfurt 1995, der auch als "The Frankfurt Concert" auf CD erschien.

Ein Sprung in die Gegenwart. Hatten zuvor das Cologne Contemporary Jazz Orchestra (CCJO), das Jugendjazzorchester NRW oder die HR-Bigband von seinen komponierten "Ereignissen" profitiert, tut dies nun sein eigenes Projekt, das "Frank Wunsch Oktett", das er kurz nach seinem Wechsel in den "Unruhestand" 2014 gründete.

Die generationenübergreifende Besetzung des Oktetts spiegelt Frank Wunschs ungebremste Neugierde auf die Entwicklung "seiner" Musik wieder, des Jazz und die Entwicklung derer, die sie in Zukunft vertreten werden. So auch am heutigen Abend im Quartett mit ehemaligen Studierenden aus seiner Zeit als Professor.

Dass Frank Wunsch sich auf der Bühne ausschließlich mit professionellen Musiker*innen umgibt, von deren Können er überzeugt ist, versteht sich von selbst. Dass es ein denkwürdiges Konzert werden wir, erst recht!

Frank Wunsch piano 
Christina Zurhausen guitar 
Michael Bohn bass 
Ramon Keck drums 

arrow Februar/16 19:30 ABS
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Filippa & Antoine
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Foto©Mark-Steffen Göwecke

Nachdem das Sturmtief "Sabine" uns letzten Sonntag zur ersten Absage eines Konzertes in zehn Jahren genötigt hat, wird mit dem Duo Filippa Gojo und Antoine Duijkers ein Orkan musikalischer Art durch das ABS fegen.

Filippa Gojo bewegt sich in musikalischen Kontexten, wie sie vielseitiger kaum sein könnten: von der großen Interaktion im Orchester - z. B. letzten Monat im Stadtgarten Köln mit dem Cologne Contemporary Jazz Orchestra oder im kommenden mit dem Fuchsthone Orchestra in der Jazzschmiede Düsseldorf - über Auftragskompositionen für das Streichquartett "Pforte" (Feldkirch, Österreich ) bis hin zum intimen Dialog im Duo - wie im April mit der Pianistin Laia Genc in der Musikhochschule Köln -, heute aber in Begleitung des Schlagzeugers und Perkussionisten Antione Duijkers.

Da beide Musiker sich in ihrem Studium mit Solo-Performance, improvisierter Musik und traditioneller Musik aus verschieden Erdteilen auseinandergesetzt hatten - Filippa erhielt 2014 für ihr Solo-Programm den Kölner Jazzpreis, Antoine unternahm Studienreisen in verschiedene afrikanische Länder und lernte bei berühmten "Masterdrummern" - fiel es ihnen leicht, ihre musikalischen Ideen miteinander umzusetzen und eine gemeinsame kreative Sprache zu finden.

So bunt gemischt wie ihr Repertoire und ihre Einflüsse aus Holland, Österreich, Brasilien, Afrika, Island u.v.m. sind auch ihre Instrumente: Neben Gesang und Schlagzeug begleiten sich Filippa & Antoine auf Klangerzeugern wie Gläsern, Spieluhren, indischen und afrikanischen Instrumenten, Glockenspiel und einer selbstgebastelten Mini-Drehorgel.

Diese Vielfalt an Klängen, Kreativität und Virtuosität kreiert trotz - oder gerade wegen - der kleinen Besetzung eine pure akustische Musik, die spannend und abwechslungsreich ist und Beatles-Songs, frei Improvisiertes und Eigenkompositionen gleichermaßen frisch, verspielt, intim und emotional interpretiert und erklingen lässt.

Filippa Gojo Gesang, Kalimba, Shruti-Box, Spieluhren, Gläser
Antoine Duijkers Gesang, Schlagzeug, afrikanische Perkussion, Glockenspiel, Gläser,

arrow Februar/23
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Kein Jazz, wegen Karneval! Stattdessen ein Artikel zu 10 Jahre Real Live Jazz von Hans-Bernd Kittlaus.
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Foto: Riaz Khabirpour Patrik Becker

Jazzveedel: 10 Jahre Real Live Jazz in Klettenberg

Köln hat eine großartige Jazz-Szene mit vielen Jazz-Locations, die meisten im Stadtzentrum und Ehrenfeld. Diese Ballung steht in gewissem Widerspruch zur Kölner Veedel-Kultur, also der Eigenständigkeit der Kölner Stadtteile. Viele Kölner bewegen sich primär in ihrem Veedel. Wenn der Jazz diesen Teil der Kölner Bevölkerung erreichen will, muss er im Veedel stattfinden. Genau das macht die "Real Live Jazz" - Reihe im ABS, die gerade ihr 10-jähriges Jubiläum feiert.

Das ABS ist seit über 30 Jahren in Köln-Klettenberg als Bar/Club und Restaurant etabliert, geöffnet täglich am Abend. Wenn man das ABS durch den Eck-Eingang betritt, sieht man als erstes die große schlichte Bar. Geht man an der Bar vorbei, eröffnet sich ein größerer Raum mit hölzernen Tischen und Stühlen. Alles einfach gehalten, aber durchaus einladend. Genauso sind auch die Getränkeauswahl und die Küche. Das, was der Kölner von seiner Veedel-Kneipe erwartet.

Patrik Becker lebt in Klettenberg. Der selbständige Möbelschreiner ist großer Musikfan. Wenn er auf Reisen ist, dann immer auch auf der Suche nach neuer und ihm unbekannter Musik vor Ort. Während langer und häufiger Aufenthalte in Boston, New York und im Besonderen in New Orleans, das er seine "zweite Heimat" nennt, lernte er den Jazz überaus zu schätzen. In Boston wurde der amerikanische Gitarrist Brian Seeger 1990 ein Freund. Wenn dieser in Europa auf Tour war, organisierte Patrik Becker Auftritte für ihn in Köln. 2009 fragte er die Betreiber des ABS. Die Besitzer Nicole Lutman und Raimund Stuka und ihr Team sagten ja, und so fand das Konzert im ABS statt - mit Brian Seeger und dem luxemburger Schlagzeuger Paul Wiltgen. Die Musiker mochten den Ort, das lokale Publikum mochte die Musik und warf einige Euros in den Hut. Im Publikum war auch der Gitarrist Riaz Khabirpour. Als der Geschäftsführer des ABS meinte: "Klasse, lass uns das doch regelmäßig machen.", erklärte Patrik Becker: "Dafür habe ich nicht die Kontakte." - und Riaz Khabirpour warf ein: "Ich aber!" Das war die Geburtsstunde von "Real Live Jazz" im ABS.

Ab September 2009 organisierte Patrik Becker dann regelmäßig Konzerte im ABS, am Sonntagabend, der zuvor nicht sehr gut besucht war. Riaz Khabirpour kümmerte sich um Programm und Booking. Becker: "Wir brachten sonntags zusätzliche Besucher ins ABS. Zu Anfang noch nicht immer so viele, aber mit der Zeit immer mehr. Das lief während des normalen Gaststättenbetriebs. Daher konnten wir keinen Eintritt nehmen und sammelten mit dem Hut. Die Musiker bekommen den Hutinhalt und ein Abendessen. Mir war immer wichtig, dass die Musiker ein halbwegs akzeptables Honorar nach Hause bringen konnten. Deshalb habe ich in den ersten Jahren einiges zugeschossen."

Dazu Janning Trumann, Posaunist und Mitglied des Vorstands der Kölner Jazz Konferenz, einem gemeinnützigen Verein, der die Kölner Jazz-Szene vertritt: "Klettenberg ist ein bürgerlicher Stadtteil. So ist auch das Publikum im ABS. Alt trifft Jung. Ich trete seit acht Jahren selbst ein- bis zweimal im Jahr da auf. Immer eine gute Atmosphäre. Die Musiker fühlen sich gewürdigt und wohl, nicht zuletzt wegen Patriks vorbildlicher Betreuung. Der ist mit Herzblut dabei und im Veedel verwurzelt. Dann finde ich es auch okay, gegen Hut zu spielen. Der war in den letzten Jahren meist gut gefüllt."

Becker: "Meine Motivation war und ist, jungen Musikern Auftrittsmöglichkeiten zu geben, sie so dediziert und konzentriert auf ihre Musik zu erleben und ihre Weiterentwicklung zu verfolgen. Wir haben viele Kölner Musiker im ABS gehabt, die heute gestandene, erfolgreiche Profis sind. Ich denke zum Beispiel an Reza Askari, Stefan Karl Schmid, Fabian Arends, Matthias Nowak, Hendrika Entzian, Tamara Lukasheva oder auch David Helm, dem Kölner Jazzpreisträger 2019. Finanziell ist es für alle Beteiligten - für uns als Veranstalter, für die Musiker sowie für das ABS - immer ein Kraftakt. Dem ABS gilt hier besonderer Dank für die Bereitstellung der Räumlichkeiten, der finanziellen, logistischen und kulinarischen Unterstützung und vielem mehr. In der Form kein zweites Mal in Köln anzutreffen und von unschätzbarem Wert für den Bestand und das Fortbestehen der Reihe. Dafür haben wir den Namen ABS bekannter gemacht. Die Reihe heißt zwar eigentlich Real Live Jazz, aber die meisten Leute kennen sie unter ABS. Aber abgesehen vom Finanziellen ist es anstrengend, über so lange Zeit an mehr als vierzig Sonntagen im Jahr ein Konzert zu veranstalten, hab´ ja sonst nichts zu tun. Es fühlt sich schon mal an, wie im Tretboot den Atlantik überqueren zu wollen. Mit einer so herausragenden Jazz-Szene und dem tollen Publikum an Bord, ist dennoch jeden Sonntag immer wieder genügend Antrieb gegeben, es zu versuchen."

Als Riaz Khabirpour 2019 von Köln nach Mannheim umzog, übernahmen Matthias Nowak und Mareike Wiening die Programmgestaltung und das Booking. Becker: "Ich danke Riaz für seinen langjährigen Einsatz und die gute, vor allem so freundschaftliche Zusammenarbeit. Und ich freue mich, dass Mareike und Matthias das übernommen haben. Über die zehn Jahre hatte sich das Programm von Studierenden hin zu etablierteren Musikern verlagert, die zum großen Teil die Studierenden der ersten Jahre waren. Mareike und Matthias werden neue Akzente setzen und alte wiederbeleben."

Bassist Matthias Nowak kennt das ABS gut: "Riaz, (Schlagzeuger) Oliver Rehmann und ich haben zu Anfang in größerer Besetzung zusammen gespielt. Später wurde unser KOI Trio daraus. Damit, aber auch mit anderen Bands bin ich über dreißigmal im ABS aufgetreten. Ich mag diesen Kiez-Charakter und den Sound. Und man kann gut neue Dinge ausprobieren. Das Publikum ist erstaunlich offen. Wir wollen die musikalische Ausrichtung beibehalten, aber wieder mehr Studierende ins Programm nehmen. Ich bin als Dozent an der Musikhochschule in Maastricht tätig und möchte versuchen, Studierende von dort mit Kölner Musikern zusammenzubringen." Schlagzeugerin Mareike Wiening, erst 2019 nach sieben Jahren in New York nach Köln gezogen: "Ich werde mich im Laufe des Jahres 2020 stärker in die Programmgestaltung einbringen. Unser Fokus liegt darauf, jüngeren Kölner Musikern eine Möglichkeit zum Ausprobieren zu geben, auch in Kooperation mit internationalen Musikern."

Wird Patrik Becker weitere zehn Jahre die "Real Live Jazz"-Reihe im ABS machen? "Ich möchte die Reihe erhalten. Ob ich noch zehn Jahre so weiter machen kann, weiß ich nicht. Wenn dann in anderer Form, welche das sein wird, z. B. über einen e.V., wird sich vor Ablauf der nächsten zehn Jahre zeigen." Die Kölner Jazz-Szene würde das sicher begrüßen. Stellvertretend schreibt Pianist Pablo Held: "Zum zehnjährigen Jubiläum der Real Live Jazz Reihe im ABS schicke ich meine herzlichsten Glückwünsche an Patrik Becker, Riaz Khabirpour, Matthias Nowak und das ABS Team. Ich habe das Vergnügen gehabt, sowohl als Musiker als auch als Konzertbesucher die einmalige Atmosphäre im ABS zu genießen. Patrik und sein Team bereichern nun seit einer Dekade die Kölner Szene und leisten einen großen Beitrag zur Weiterentwicklung dieser Musik, wofür man ihnen nur danken kann. Alles Gute für die nächsten 10 Jahre und bis zum nächsten Mal im ABS!"

Hans-Bernd Kittlaus


arrow März/01 19:30 ABS
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Raphael Klemm Septett
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Für ihr erstes Album, das 1959 auf den Markt hätte kommen sollen, ist diese Band ein bisschen spät dran.

Dennoch: "Old School, New Lessons" ist das Motto dieses Abends, an dem Posaunist Raphael Klemm mit seinem neuen Kölner Septett Klettenberg zur West Coast macht, den Volksgarten zum Central Park und den Chlodwigplatz zum Times Square.

Raphael Klemm ist seit 2019 Mitglied der international renommierten WDR Big Band Köln. Weitere Projekte, an denen Raphael Klemm als Leader, festes Mitglied oder Sideman beteiligt ist, sind das `Raphael Klemm Sextett´, `The Big Band Convention´, das `Subway Jazz Orchestra´, das `Jazzkombinat Hamburg´, `Joe White & The Seven Dwarfs´, das`Essen Jazz Orchestra´ und das `Grand Central Orchestra´.

Raphael Klemm trombone 
Menzel Mutzke trumpet 
Martin Gasser alto saxophone
Lennard Allkemper tenor saxophone
Heiko Bidmon bariton saxophone
Stefan Rey bass 
Dominik Raab drums 

arrow März/08 19:30 ABS
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Bergmann-Moritz Quintet feat. Sandra Hempel
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CD Release | Moodswing

Frei nach dem Motto "Alte Bekannte - Neue Band" haben sich der Kölner Trompeter Matthias Bergmann und der Oldenburger Saxophonist Raimund Moritz nach vielen Jahren entschlossen, ein Bandprojekt mit ihren Lieblingsmusikern zu verwirklichen.

Die Hamburger Gitarristin Sandra Hempel, seit kurzem Mitglied der NDR Bigband, kam dabei ebenso schnell in den Sinn wie der kürzlich aus New York nach Hannover zurückgekehrte Bassist Peter Schwebs und der Oldenburger Schlagzeuger Christian Schoenefeldt.

Die daraufhin im März 2019 aufgenommene CD "Moodswing" ist zwar bereits im September 2019 auf Fattoria Musica Records, dem Label des Studios in Osnabrück, wo die Aufnahme entstand, erschienen. Den Auftritt als CD Release zu programmieren trifft dennoch insofern zu, als dass der Auftritt des Bergmann-Moritz Quintet die erste Präsentation der Scheibe in Köln sein wird.

Die Aufnahme enthält überwiegend Eigenkompositionen der beiden Bandleader, so z.B. die Ballade "Stray" die Bergmann dem Komponisten Billy Strayhorn gewidmet hat oder "One for Bob", Moritz' Hommage an den Saxophonisten Bob Mintzer.

Jeweils eine Komposition des Trompeters Bert Joris und des Saxophonisten Jerry Bergonzi vervollständigen das Album, dessen Musik modern und zeitgemäss dabei aber stets melodisch und swingend daherkommt.

Matthias Bergmann trumpet | flügelhorn 
Raimund Moritz tenor saxophone 
Sandra Hempel guitar 
Peter Schwebs bass 
Christian Schoenefeldt drums 

arrow März/15 19:30 ABS
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Abgesagt - Hesse Koerner Petrov
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CD Release | Hesse Koerner Petrov | In New Orleans Vol. 1

Hesse Koerner Petrov (HKP) verbinden musikalisch den Spirit von New Orleans mit karibischen Rhythmen und der breiten Stil-Palette des Jazz in einem zeitgenössischen, zuweilen auch experimentellen Hammond-Trio. Mit einem humorvollen Augenzwinkern zitieren sie auch gerne aus ihrem breiten stilistischem Background.

Benedikt Hesse (Drums) - ein ausgewiesener Spezialist für die Rhythmen der Karibik - und Georgi Petrov (Gitarre) - einer der führenden Gitarristen der Musik-Szene in New Orleans -, teilen ihre Vorliebe zu der traditionsreichen Musik dieser Stadt mit all ihren Facetten. Wohl nicht durch Zufall lernten sie sich daher im berühmten Maple Leaf Club in New Orleans kennen und tourten danach gemeinsam durch Europa.

In Gero Koerner - einem der vielleicht vielseitigsten Pianisten Deutschlands mit einer Passion für die Hammond-Orgel - fanden sie einen verbündeten, der die Wurzeln der afro-amerikanischen Musik in all ihren Facetten in sich aufgesogen hat. Zusammen gründeten die drei Musiker, die alle auch als Solo-Künstler erfolgreich unterwegs sind, dieses Trio.

HKP tauchen musikalisch tief in die Bayous (die Sümpfe Louisianas) ein und erleben gemeinsam vom Voodoo inspirierte fantastische Abenteuer. Es gilt, jedes Mal etwas Neues zu entdecken und sich überraschen zu lassen, wo die Reise hingeht...

Um sich perfekt für diese Erlebnisse zu inspirieren, nehmen HKP ihre Studio-Alben in New Orleans auf und haben für ihr Debut keinen geringeren als New Orleans´ Drum-Legende, Johnny Vidacovich (aka Johnny V) als Produzent und Gastmusiker gewinnen können. Er ist nicht nur einer der stilllegenden Drummer der Stadt und arbeitete u.a. mit Joe Sample, Wayne Shorter, Professor Longhair und James Booker. Er hat die drei Musiker auch eine ganz besondere Reise mitgenommen. Man darf überrascht sein!

Hesse Koerner Petrov | In New Orleans Vol 1 | Album Trailer | YouTube

Benedikt Hesse drums 
Gero Koerner piano 
Georgi Petrov guitar 

arrow März/22 19:30 ABS
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Abgesagt - Peter Protschka "Kindred Spirits"
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Foto©GerhardRichter

Peter Protschka:"Die Musik aus der Ära Post Bop hat mich schon immer sehr fasziniert und angezogen; ich mag die Energie, den Soul, den Humor und auch den Lifestyle, die diese Stilistik prägen. Deshalb spiegelt sich auch in all meinen Jazzprojekten der Sound dieser Ära wider."

Es ist kein Projekt Peter Protschkas, das heute Abend zur Aufführung kommt. Vielmehr treffen vier Kölner Jazzer aufeinander, die Peter Protschkas Vorlieben teilen und sich bereits seit einer halben Ewigkeit kennen. In verschiedensten Formationen sind sich die heute beteiligten Musiker bereits begegnet. Sie allesamt der Post Bop Ära zuzuordnen, wäre schlicht falsch. Die Lebensläufe zeichnen ein ganz anders Bild und zeigen, dass stilistisch unterschiedlichste Wege gemeinsamen Vorlieben nicht im Wege stehen.

Eine Richtung vorzugeben, macht einfach Sinn. Vier der versiertesten Kölner Jazzer beim gegenseitigen Ausloten ihrer (Post Bop) Fähigkeiten zuzuhören, sehen wir mit Spannung entgegen. Neben Standards stehen auch Eigenkompositionen der Musiker auf dem Programm. Ein Ausscheren in andere Stilrichtungen ist damit unausweichlich, macht es aber noch einen Ticken spannender, dabei zu sein.

Peter Protschka trumpet 
Clemens Orth piano 
Christian Ramond bass 
Dominik Raab drums 

arrow März/29 19:30 ABS
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Abgesagt - Tim Finoulst
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Tim Finoulst guitar 
Sebastian Gille saxophone 
Matthias Akeo Nowak bass 
Leif Berger drums 

arrow April/05 19:30 ABS
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Abgesagt - Conni Trieders "kleines Grusel"
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Foto©LutzVoigtländer

Irgendwas ist doch hier seltsam, ulkig, komisch, merkwürdig, schaurig. Ich spüre, es verheißt nichts Gutes. In die scheinbare Harmonie mischt sich ein bittersüßer Wurm. Der Ohrwurm? Das Programm des Quartetts umfasst Stücke von Tom Waits, Kurt Weill, Hanns Eisler, Filmmusiktitel aus alten Horrorfilmen und Eigenkompositionen.

Das Kleine Grusel empört sich über die Unzulänglichkeit menschlichen Strebens, schreit sich beim Bächlein aus Tränen die Eifersucht aus der Seele und bettelt dennoch um Gnade für den untreuen Geliebten; lässt die Toten eine schauerliche Polka auf den Gräbern tanzen; haucht als zarte Rosemary ihrem Teufelchen ein Wiegenlied und stellt sich der Höhenangst. Messerschneidig wagt sich Das Kleine Grusel von Tom Waits über Tschaikowski hin zu einer pulsieren Eigenkomposition.

Es entsteht ein geheuerliches (sic!) Klangpanorama von lieblicher Süßholzmelodie bis zur haarsträubenden Geräuschgrätsche; von wonnewohliger Honigmilch bis stotterndem Hackfleisch. Arrangierte Parts wechseln sich mit Soli, Kompositionen mit freier Improvisation ab. Gerade in den Gegensätzen liegt die Spielfreude und die Kraft dieser Combo und dieses liebevoll ausgewählten Programms.

Conni Trieder flute 
Yannis Anft piano 
Conrad Noll bass 
Dominik Mahnig drums