real live jazz

Real Live Jazz in Köln

Konzerte im ABS - Gottesweg 135 - Köln Klettenberg

jeden Sonntag - 19:30 Uhr - Eintritt frei

arrow Mai/26
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The Music Of Wayne Shorter/Kurt Rosenwinkel/Mark Turner
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Keine Frage, Jazzer lieben ihr Tun, suchen die Herausforderung im gemeinsamen musikalischen Gestalten - ob im Proberaum oder auf der Bühne. Doch: Es ist harte Arbeit. Irgendwann einmal haben sie äußerst intensiv dafür geübt. Die Besten tun es immer noch, vorzugsweise täglich.

Legt man sich die Kompositionen eines Wayne Shorter, Kurt Rosenwinkel und Mark Tuner auf den Notenständer, sollte man vorzugsweise täglich üben, um zu den Besten zu gehören.

Aus sicherer Quelle lässt sich sagen, dass genau das auf die vier heute anwesenden Jazzer zutrifft. Können ersetzt den Mut, sich an lebende Legenden heranzuwagen - ob im Proberaum oder auf der Bühne. Bühne frei für einen Tribute auf drei der einflussreichsten Musiker der Jazzgeschichte. In solchen Momenten ist es von großem Vorteil in einer, wenn nicht in  d e r  Hochburg des Jazz in Deutschland zu leben: in Köln.

Ferdinand Schwarz trumpet 
Riaz Khabirpour guitar 
Oliver Lutz bass 
Felix Ambach drums 

arrow Juni/02
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Vitaliy Concerti Virtuosi
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Vitaliy Zolotov sitzt der Schalk im Nacken, und auch sein Lachen ist ziemlich ansteckend. Sein Humor ist bisweilen speziell; über sich selbst zu lachen, ein Leichtes für ihn; ihn in eine Schublade zwängen zu wollen, ausgeschlossen.

Diese Charaktereigenschaften, gepaart mit seinem virtuosen Gitarrenspiel, lässt einem schon mal der Atem stocken. Ehrfurcht wäre dennoch völlig fehl am Platze, dafür versprüht Vitaliy deutlich zu viel Lebensfreude auf der Bühne. Das empfand auch das Publikum des Montreux Jazz Festivals so, das ihn zum Publikumsliebling wählte. Wenn auch einige Jahre her, in der Erinnerung lösen die minutenlangen Standing Ovations des Publikums heute noch Gänsehaut bei Vitaliy Zolotov aus.

Ähnlich dürfte es Vitaliy bei der Auswahl seiner heutigen Bandmitglieder gegangen sein. Mit dabei sind viel Erfahrung auf höchstem Niveau, eine gewisse Gelassenheit, die es braucht, mit Vitaliy aufzutreten, und eine kräftige Prise frischer Wind. Welcher Musiker womit gemeint ist, müssen Sie, verehrtes Publikum, schon selbst herausfinden.

Vitaliy Zolotov guitar 
Simon Seidl piano 
Florian Rynkowski bass 
Leif Berger drums 

arrow Juni/09
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Berlin, Berlin ...
Christoph Möckel tenor sax 
Riaz Khabirpour guitar 
Oliver Lutz bass 
Nils Tegen drums 

arrow Juni/16
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Koi Trio +4
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"KOi Bandleader Matthias Akeo Nowak bewegt sich in musikalischen Kontexten, die vielseitiger kaum sein könnten: vom intimen Dialog im Duo zur großen Interaktion im Orchester, von lyrischer Kompositorik zu wilden Free-Abenteuern reicht die breite Stilpalette des 42-Jährigen. Stets gelingt es ihm, seine Stimme in der Mitte der Musik zu finden und sie dort mit seinem klaren und erdigen Spiel zu führen, zu begleiten oder ihr zu folgen." -JazzFacs/Jana Heinlein/Deutschlandfunk 2015

Mit anderen Worten: "Man kann ja nicht immer das Gleiche machen". Ein Zitat Matthias Akeo Nowaks zum x-ten Auftritt seines Trios im ABS. KOi hat in der Tat sehr oft im ABS gespielt. Erstmals im Oktober 2010, geradewegs aus dem Proberaum heraus, seinerzeit noch als Trio ohne Namen, viele Stücke hatten lediglich einen Arbeitstittel. Exakt zwei Jahre später veröffentlicht Nowak mit dem Koi Trio die gleichnamige Debüt CD.

Zurück zu "... immer das Gleiche machen". Ein Blick in das Archiv der Reihe offenbart, dass Auftritte des Trios, mit Gästen wie den Posaunisten Marshall Gilkes, Henning Berg, den Saxophonisten Maxi Jagow, Till Moses Kammertöns, Sebastian Gille, Niels Klein, Paul Heller, Gerry Fuhrmann und Sebastian Schöne, Stefan Karl Schmid und Leonard Huhn und dem Trompeter Bastian Stein, deutlich überwiegen.

Koi +4, heute mit Simon Seidl / fender rhodes, Matthew Halpin / tenor sax, Oliver Leicht / alto sax, Bo van der Werf / bariton sax.

Matthias Akeo Nowak bass 
Riaz Khabirpour guitar 
Oliver Rehmann drums 
Simon Seidl fender rhodes
Matthew Halpin tenor saxophone
Oliver Leicht alto saxophone
Bo van der Werf bariton saxophone 

arrow Juni/23
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Julian Bossert Trio | CD Release | Dead Beat, Bad Deed
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"Die sich aufschaukelnde Wucht des gleichmäßig federnden Beats provoziert Melodien die noch niemand kennt, weil sie wirklich neu sind." Julian Bossert

Kraft des Kompakten

"Lakonik muss man können. Und man darf sie nicht mit Ironie verwechseln. Beides sind Künste der Anspielung und Abgrenzung. Doch die eine behält einen tiefen Ernst im Inneren, während die andere auf Distanz geht, ohne zu klären, was ihr genau am Gegenstand der Betrachtung liegt. Ein Stück wie "Feelings And Needs" könnte man beispielsweise als Ironisierung von "Body And Soul" verstehen, diese pfiffige Dreistigkeit, sowohl an die typisch balladenhafte Innerlichkeit der Interpretation anzuknüpfen, als auch harmonische Wendungen und Windungen zu übernehmen, eine Art Palimpsest der seit Coleman Hawkins immer wieder bemühten Intensität.

Oder man könnte dem "Mystery Blues" ein wenig "Line For Lyons" unterstellen, mit dem "Ha!" des Connaisseurs auf den Lippen, der den Künstler beim Adaptieren erwischt zu haben glaubt. Aber darum geht es nicht. Denn Julian Bossert, Henning Gailing und Dominik Raab legen mehr Offenherzigkeit in die Musik, als sein müsste, um dazu aus sicherer Entfernung Position zu beziehen.  [...]

Sie verzichten auf die Sicherheit des Harmonischen und spielen mit der Offenheit der Andeutungen, die sich daraus ergeben. Sie konzentrieren sich auf pointierten Swing, auf den Groove im Feinen, vor allem auf das Zusammenwirken der Charaktere, die der Musik die Anmutung des Organischen verleihen und zugleich genügend Integrität behalten, um nicht klischeehaft zu wirken.

Wieder hilft das Lakonische, Unkommentierte und bewusst Kompakte, um der Musik eine Aura der Präsenz zu verliehen. Man hört das Lächeln, aber auch die Klarheit, den Wunsch, das Ziel. Dead Beat, Bad Deed - und vielleicht ist doch auch ein Körnchen Ironie im Spiel. Ein Augenzwinkern nur."

Text©Ralf Dombrowski

Album - Dead Beat, Bad Deed - Tune: "The Golden Woman and The One In Love" - Soundcloud
Julian Bossert Trio - "Sometimes You Are A Monster" (Official Animated Music Video) - YouTube
Ralf Dombrowski - "Kraft des Kompakten" - Text in voller Länge - Julian Bossert - Homepage

Julian Bossert saxophone 
Henning Gailing bass 
Dominik Raab drums 

arrow Juni/30
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Avocado
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Moritz Wesp Foto©Gerhard Richter

Avocado vereint die drei Musiker Moritz Wesp, Alexander Dawo und Leif Berger. Alle drei Bandmitglieder wohnen in Köln und haben sich dort beim Studium an der Hochschule für Musik und Tanz kennengelernt.

Ein Teil ihres aktuellen musikalischen Schaffens besteht darin, in ihrer Musik Begriffe, wie zum Beispiel Komposition oder Improvisation, und den Umgang mit ihnen neu zu beleuchten. Dazu agieren sie unter anderem mit verschiedenen Regelkatalogen, Konzepten und Systemen, mit denen zusätzliche Bedeutungsebenen geschaffen und alte Ebenen aufgeweicht werden können, wodurch sich neue Perspektiven auf bekanntes Material eröffnen.

So experimentiert die Band mit verschiedenen alternativen innermusikalischen Zielen und das "gemeinsame Musizieren" wird bisweilen zum Wettstreit gegeneinander.

Im Oktober 2016 war das Trio Finalist beim Jungen Deutschen Jazzpreis Osnabrück.

Moritz Wesp trombone 
Alexander Dawo bass 
Leif Berger drums